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Der Körper ist das Fahrzeug, das uns durch unser Leben begleitet.
Oft vergessen wir bei all dem alltäglichen Trubel und Stress auf ihn - solange er wie gewohnt funktioniert. Langsam schleichen sich gewisse Unannehmlichkeiten ein: beim Aufstehen zwickt und zwackt es, gewisse Nahrungsmittel vertragen wir nicht mehr, wir kämpfen mit Blähungen, Allergien treten plötzlich auf, Kopfweh plagt uns, wir schlafen nicht mehr durch...
Nach einer gewissen Zeit haben wir uns damit abgefunden und nehmen dies alles als normal hin.
Vielleicht kommen dann aber noch berufliche und private Sorgen dazu, wir sind emotional nicht mehr stabil und unser System gerät ins Wanken. Unser Leidensdruck überschreitet eine Schwelle und wir wollen eine Veränderung. Jemand soll uns heilen und uns die eingeschränkte Lebensfreude zurückgeben.
Trotzdem sind wir völlig gesund. Jeder Arzt, den wir konsultieren bestätigt uns unsere Gesundheit, die Laborwerte sind einwandfrei, auch im CT und MRT ist nichts verdächtiges festzustellen. Es muss uns doch eigentlich gut gehen.
Gegen unsere Symptome gibt es natürlich Medikamente. Eines gegen Kopfweh, etwas zur Linderung der Allergie, etwas gegen Schlafstörungen und eine Pille gegen Blähungen. Auch für die psychische Instabilität gibt es Tabletten, die nehmen wir aber nicht.
Die Kreuzschmerzen bleiben, wir schränken uns ein, keine Gartenarbeit mehr, die uns so viel Spass machte.
Eines Morgens sitzen wir beim Frühstück, starren auf die Dose voller vielfarbiger Pillen und kommen ins Grübeln...
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